Dienstag, 5. März 2013

Rezension: Der Sarg von Arno Strobel

© Fischerverlage
Inhaltsangabe:
Eva ist in einem Sarg eingesperrt.. Sie schlägt wild um sich und zieht sich dabei schwere Verletzungen zu.. Sie kann sich nicht befreien und bekommt Panik.. Sie weiß nicht wie sie hier rein gekommen ist.. Und plötzlich erwacht sie wieder in ihrem Bett, als wäre nichts gewesen.. Hat sie all dies nur geträumt? Doch es passiert ihr nicht nur einmal.. Wenn das alles nur ein Traum ist, den sie immer und immer wieder träumt, woher kommen dann all die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen? Und genau zu diesem Zeitpunkt wird Köln durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen heimgesucht.. Der Täter entführt Frauen und begräbt sie in einem Sarg bei lebendigen Leib.. Alle können nur noch tot, erstickt, geborgen werden.. Was hat all dies mit Eva zu tun?

Meine persönliche Meinung:
"Der Sarg" war mein erstes Buch von Arno Strobel.. Eigentlich lese ich nur ganz selten Thriller, bin aber in letzter Zeit irgendwie auf den Geschmack gekommen und für zwischendurch eignen sich spannende furchteinflößende Thriller richtig gut.. 

Ich muss zugeben, dass ich anfangs Schwierigkeiten mit dem Buch hatte.. Ich kam nur schwierig in die Geschichte rein, verwechselte irgendwie alle Protagonisten und wusste nicht was wer mit wem zu tun hatte.. Hat man sich jedoch erstmal eingelesen, löst sich dieses Problem wie von selbst auf.. 

Ich brauchte also ein wenig um mich erstmals einzulesen.. Und dann ging es auch schon richtig zur Sache.. Eva erwacht immer wieder in einem Sarg.. Es ist dunkel.. Sie schlägt wie wild um sich.. Will sich befreien.. Und plötzlich befindet sie sich wieder in ihrer Wohnung.. Träumt sie das alles nur? Aber woher kommen dann all die Verletzungen? Verletzungen, die sie sich sozugezogen hat, als sie mit voller Panik auf diesen Sarg einschlug..

Eva ist eine sehr verwirrte Person.. Man merkt sofort das etwas mit ihr nicht stimmt.. Oftmals erscheint sie an irgendeinem Ort oder einer Straße, und sie weiß nicht mehr wie sie dorthin gekommen ist, geschweige was sie denn dort überhaupt wollte.. Ihre Träume sollten Wirklichkeit sein? Ihre Freundin Wiebke hält sie ebenfalls für verrückt, und empfiehlt Eva einen Psychiater..
Als ich dem Ende näher kam wurde es mir hin und wieder mit Eva etwas zu langatmig.. Manchmal ist weniger oft mehr!

Plötzlich wird auch noch eine Frau tot aufgefunden.. Eingesperrt in einem Sarg.. Erstickt.. Eva hat Angst, denn genau das, was sich hier bei dieser Frau zugezogen hat, träumt sie mit sich selbst.. Nur dass sie immer wieder davonkommt, und lebend wieder erwacht.. 

Die Polizei ermittelt.. Und Eva ist anfangs auch nicht ganz ehrlich..

Die Polizisten Menkhoff und Reithöfer mochte ich besonders gern.. Ihre Recherchen fand ich richtig klasse.. Ich laß die Kapiteln mit ihnen voller Freude, da es absolut nie langweilig wurde.. Von beiden erfährt man auch aus dem Privatleben das ein oder andere.. Sie gingen bei ihren Privatgesprächen sehr normal miteinander um.. Sie kamen dabei sehr authentisch und vertraut miteinander rüber.. Genau so verhält man sich einem Kollegen gegenüber den man mag, und mit dem man gerne zusammen arbeitet..

Die Spannung steigt.. Man wird immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt.. Perfekt für einen richtig tollen Psychothriller.. Es erscheinen Personen, die man nicht sofort zuordnen kann.. Man weiß nicht, warum die jetzt auftauchen, was sie mit dem ganzen zu tun haben oder noch haben werden.. Sind sie böse? Oder völlig harmlos? Wer ist der Täter? All diese Fragen ließen mich während dem Lesen nicht in Ruhe.. Somit konnte ich die Geschichte rund um Eva erst recht nicht aus der Hand legen.. Ich musste wissen wie es weiterging.. 

Der Schreibstil ist flüssig und sehr real geschrieben.. In diesem Buch bekommen wir kurze und knackige Kapitel geliefert, aus abwechselnden Sichtweisen der verschiedenen Protagonisten.. Gefühle, die man richtig nachvollziehen kann.. Bei Eva fühlte ich desöfteren richtig mit.. Ihre Angst konnte man förmlich spüren.. 

Ein Ende womit ich überhaupt nicht gerechnet habe.. Erst ganz zum Schluss, kurz bevor alles aufgedeckt wurde, hegte ich den Verdacht, dass es mit einer Person nicht ganz richtig zugeht.. Irgendetwas an ihr ist komisch.. Und als ich dann die Lösung wusste, staunte ich nicht schlecht, was nicht alles möglich.. Arno Strobel schafft es seiner Geschichte einen Sinn zu geben..

Ich bin also ein Neuling in dem Genre Psychothriller.. Für einen meiner ersten Thriller gefiel mir "Der Sarg" richtig gut, und hat bei mir definitiv weitere Lust auf spannende Thriller hinterlassen.. Auch wird dies nicht mein erstes und letztes Buch des Autors bleiben..


  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (10. Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596191025
  • ISBN-13: 978-3596191024
  • Preis: 9,99€ (D)

1 Kommentar:

  1. Arno Strobel schreibt wirklich sehr gute Thriller. Ich kenne fast alle. Nur diesen hier noch nicht.
    Danke für die Rezi.

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