Mittwoch, 11. Juni 2014

Rezension: Anton Pfeiffer und der Hexensabbat von Anne Carina Hashagen

© Createspace, Anne Carina Hashagen
Das Leben ist wie das Stricken eines Pullovers, mein Junge. Du kannst einen unglaublich faden, grauen Pullover zusammen stricken, völlig fantasielos, aus Jute oder kratziger Wolle. Aber du kannst dich genauso gut dazu entschließen, ein wunderbar verziertes, buntes Muster hinein zu stricken, ein Kunstwerk geradezu. - Seite 112/113

Inhaltsangabe:
Endlich Ferien und Anton macht sich auf dem Weg zu seinem Opa nach Frankfurt. Er will sich ein paar Tage erholen, und mal wieder kommt alles anders als gedacht. Schon bald ist es vorbei mit der Erholung und Anton taucht mit Opa Hubertus in die Frankfurter Bankenwelt ein. Denn dort läuft es nicht so, wie es sein sollte. Und was hat es mit den Polarlichtern auf sich, die seit Neuestem darüber kreisen? Was ist der Hexensabbat? Ein Verfallstag an der Börse? Hat all das mit dem dubiosen Hedgefond Hex & Cie zu tun? Dort tumeln sich viele Modebewusste Frauen und Möchtegernschönheiten, die mit Valpurgia unter einer Decke stecken. Valpurgia ist mit Vorsicht zu genießen. Hat sie auch dieses mal etwas geplant? Anton und Opa Hubertus kommen ihr ganz bestimmt auf die Schliche.

Dinge, die ignoriert werden, hören auf zu existieren. - Seite 18

Meine persönliche Meinung:
Der zweite Band von "Anton Pfeiffer und der Zauberkongress". Wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, hat mich Band 1 ziemlich begeistert. Ich liebe dieses Buch und erinnere mich immer wieder gerne an diese magisch verzauberte Geschichte. Natürlich waren meine Erwartungen an Band 2 somit äußerst hoch. Ich muss jedoch gestehen, dass mich Anton Pfeiffer und der Hexensabbat nicht ganz so überzeugt hat. 

Anfangs gefiel mir die Geschichte noch richtig gut. Ich mag Anton so gerne, und als er sich in den Ferien auf den Weg zu seinem Opa Hubertus macht, war ich schon ganz gespannt in welches Abenteuer er mich nun wieder mitnehmen wird. 

Im zweiten Band werden wir mit viel Humor in die Frankfurter Bankenwelt eingeweiht. Ich befürchte, dass es an dem Thema lag, dass mich dieses mal Anton & Co nicht überzeugen konnten. Der Autorin muss man es lassen, dass sie überhaupt auf so eine außergewöhnliche und fantasievolle Geschichte kommt. 

Mir fehlte es einfach in diesem Buch an den Zauber und der Magie der mich im Zauberkongress so begeistert hat. Auch im Hexensabbat haben wir mit Magie zu tun, die aber hauptsächlich das Böse und die Schönheit betrifft. An Spannung fehlte es mir im Laufe des Buches ebenfalls. Irgendwie wusste ich schon ungefähr, wie die Geschichte ausgehen wird. 

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch ganz ganz viele da draußen begeistern wird. Anne Carina Hashagen zählt für mich zu einer meiner Lieblingsautorinnen, auch wenn sie mich mit diesem Buch nicht so verzaubern konnte, als sie es mit Band 1 geschafft hat. Ich habe mir einfach etwas ganz anderes erwartet bzw. erhofft. Anton Pfeiffer und der Hexensabbat fand ich gut, witzig und nett, mehr aber auch leider nicht. Das Bankgeschäft und ich werden wohl nicht ganz so warm miteinander. 

Dieses Buch würde ich eher junge Erwachsene - Erwachsene empfehlen. Anton Pfeiffer und der Hexensabbat ist kein Kinderbuch, und ich glaube, dass mich auch das ein wenig enttäuschte. Band 1 hab ich bereits meinem Sohn vorgelesen, beim Hexensabbat weiß ich jetzt schon, dass er die Geschichte nicht verstehen wird. Wie gesagt, ich habe mir etwas anderes erwartet! 

Wer Dinge bewegen will, muss verstehen, dass die Dinge zu einem selbst gehören. Es gibt keine Trennungen. Sie gehören zu einem wie Gliedmaßen, wie Arme oder Beine, in die man hineinschlüpfen kann. - Seite 144


  • Taschenbuch: 250 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (20. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1497522323
  • ISBN-13: 978-1497522329
  • Preis: 9,99€ (D)

1 Kommentar:

  1. Liebe Stephi

    danke dir für deinen Eindruck zu diesem zweiten Teil. Ich war ja auch wahnsinnig begeistert vom ersten teil und dieser Folgeband subbt gerade auf meinem Kindle. Schade, dass es wohl etwas den Reiz für dich verloren hat - aber ich bin gespannt, ich werde es auf jeden Fall demnächst lesen.

    Liebe Grüße, Alexandra

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