Mittwoch, 31. Mai 2017

Buchzitate aus "Den Mund voll ungesagter Dinge", "Calendar Girl: Begehrt" & "Ich, Eleanor Oliphant"

Zitate, die ich mir aus meinen gelesenen Büchern im April '17, herausgeschrieben habe:

Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag
Seite 12 // "Seit er weg ist, leide ich still und heimlich an den Phantomschmerzen, die an seine Stelle getreten sind. Seit er weg ist, bin ich allein. Davor war ich einfach nur seltsam."

Seite 21 // "Aber wie soll man jemandem verzeihen, der einen nie um Verzeihung gebeten hat? Wie lässt man jemanden los, den man nie hatte?"

Seite 146 // "Lukas, du bist nicht nur ihretwegen nach Paris gegangen." Sein Blick findet meinen und fragt: Ach, und warum dann? "Du bist nach Paris gegangen, weil du sie liebst." Ich lächle. "Und das ist eine große Sache, aber es ist kein Freifahrtschein."

Seite 250 // "Weißt du, wenn man eine Lüge oft genug wiederholt, glaubt man sie irgendwann."

Seite 254 // "Ich habe den Mund voll ungesagter Dinge. Und ganz gleich, wie oft ich sie runterschlucke, sie kommen jedes Mal zurück. Manchmal wünschte ich, sie würden endlich überlaufen. Aber dann lasse ich es doch nicht zu."

(Bild- und Zitatrechte: Heyne fliegt Verlag)


Calendar Girl: Begehrt - Juli, August, September von Audrey Carlan
Seite 126 // "Es ist leichter, um Vergebung zu bitten als um Erlaubnis."

(Bild- und Zitatrechte: Ullstein Buchverlage)




Ich, Eleanor Oliphant von Gail Honeyman
Seite 44-45 // "Im Grunde tun schöne Menschen mir leid. Schönheit muss eine permanente Herausforderung sein, nicht zuletzt, da sie von Beginn an immer schon im Schwinden begriffen ist, ewig vergänglich. Wie quälend, wie zermürbend ich mir das vorstelle. Selbst wenn man noch im Vollbesitz seiner Reize ist, muss ständig dieser Druck auf einem lasten, allen zu beweisen, dass man mehr als nur sein Äußeres zu bieten hat. Es ist bestimmt nicht leicht, nie genau zu wissen, ob man um seiner selbst willen geliebt wird oder doch nur seines perfekten Körpers wegen, der strahlend grünen Augen oder der seidig schimmernden Löwenmähne. Wie bringt man andere dazu, hinter die Fassade zu sehen? Und beginnt es einen nicht irgendwann zu langweilen, wenn man sich nie anstrengen muss?"

Seite 183 // "Was vergangen ist, ist längst nicht vergessen, die Vergangenheit verfolgt uns, das Gestern geht immer weiter. Heute, morgen, übermorgen. Bis zum bitteren Ende."

Seite 319 // "Es braucht Zeit, über einen solch schweren Verlust hinwegzukommen, so man es denn überhaupt schafft. Es sagt sich so einfach, dass das Leben weitergehe. Gewiss, das tut es, aber den Verlust und den Schmerz schleppt man mit. Ich weiß, wovon ich rede. Auch nach all den Jahren ist es noch immer ein fortlaufender Prozess, Ende offen."

Seite 321 // "Doch wie ich bei meinen teilnehmenden Beobachtungen bald feststellen sollte, beruht sozialer Erfolg immer auch auf kleinen Täuschungsmanövern. Will man beliebt sein und Freunde haben, muss man bisweilen über Dinge lachen, die man nicht witzig findet, Dinge tun, auf die man eigentlich keine Lust hat, oder sich mit Leuten abgeben, die einen im Grunde langweilen. Für mich undenkbar. Und so hatte ich mit elf Jahren beschlossen, allein zurechtzukommen. Wenn nur die Wahl bestand zwischen faulen Kompromissen oder Alleinsein, würde ich eben allein bleiben. So war es ohnehin besser, sicherer. Sich bloß nie wieder zu sehr an einen Menschen binden. Es heißt, Trauer und Schmerz seien der Preis, den wir für die Liebe zahlen. Unterm Strich keine gute Rechnung. Der Preis ist immer zu hoch."

Seite 370 // "Wenn man gefragt wird, wie es einem geht, scheint der Konsens zu sein, dass man GUT antwortet, unabhängig von seinem tatsächlichen Befinden. Alles ist GUT, auch wenn man sich vorige Nacht in den Schlaf geweint und seit zwei Tagen in Folge mit keiner Menschenseele gesprochen hat. Aber das wäre die falsche Antwort. So etwas sagt man nicht. GUT, so heißt das."

Seite 434 // "Gleichwohl sind öffentliche Bibliotheken selbstredend wunderbare Orte, die erheblich zur Lebensqualität breiter Bevölkerungsschichten beitragen. Oder, um es mit einem weit verbreiteten Bonmot zu sagen: Es liegt nicht an euch, liebe Bibliotheken, es liegt an mir! Allein die Vorstellung, durch wie viele ungewaschene Hände diese Bücher schon gegangen sind, wie viele Menschen das Buch in der Badewanne gelesen haben, im Bett, ihre Hunde darauf haben sitzen lassen, es mit Chips-, Wurst- oder Schokoladenfingern angefasst haben, oder - schlimmer noch und anscheinend eine sehr beliebte Unsitte - beim Lesen in der Nase gebohrt und nachfolgenden Lesern ein zwischen den Seiten klebendes Nasensekret beschert haben. Wi-der-wärtig."

Seite 486 // "Das Problem", fuhr ich fort, "ist, dass sie trotz allem Mummy ist. Sie ist ein schlechter Mensch und hat Schlimmes getan, aber eine andere Mutter habe ich nicht. Töchter lieben ihre Mutter."

(Bild- und Zitatrechte: Bastei Lübbe Verlag)


 

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