Montag, 28. Dezember 2020

Viele Bücher & viele Buchzitate!

 Dass ich es liebe, mir Buchzitate während dem Lesen mit Post it's im Buch zu markieren, muss ich euch ja nicht mehr sagen :) Ich freue mich dann immer riesig, wenn ich sie herausschreibe um dann alle gesammelt beieiander zu haben. Hier sind also wieder ganz wundervolle Buchzitate, die ich euch unbedingt zeigen möchte:


Freundinnen: Die andere grosse Liebe - nur besser von Corinne Luca
Seite 22 // "Warum man sich mit der Realität beschäftigen soll, wenn man genauso gut lesen kann, verstehe ich auch später manchmal nicht."

Seite 36 // "Den Teil unseres Gehirns, der Appetit und unsere Vorlieben beim Essen kontrolliert, teilen wir uns mit Echsen. So alt ist er. Paare, die das Gleiche essen, werden von Testpersonen als doppelt so harmonisch wahrgenommen wie Paare, die nur gleich angezogen sind. Und Studienteilnehmer fanden Fremde, die das Gleiche aßes wie sie, viel vertrauenswürdiger als Fremde, die ein anderes Gericht verspeisten. Angeblich werden mehr Kochbücher als Bibeln auf der Welt verkauft."

Seite 54 // "Freundschaften können kompliziert sein, seltsame Anfänge, turbulente Höhepunkte und schmerzliche Enden. Und manchmal erscheinen sie doch ganz einfach, auch in ihrer Veränderung. Ihre Wandelbarkeit ist dass Teil ihrer Schönheit."

Seite 80 // "Ich vermisse diese chaotischen englischen Nächte voller Spaß und voller Peinlich- und Verantwortungslosigkeiten nicht. Nur manchmal trauere ich ganz kurz der Schönheit der Maßlosigkeit nach. Nicht der alkoholgetränkten, sondern der, die zu einer inneren Einstellung gegenüber den Dingen wird. Die, die macht, dass das Morgen einem wirklich kurz egal wird, weil das Jetzt so schön glitzert."

Seite 94 // "Ich rede mir ein, dass neben dem ganzen Glück der Freundschaft doch immer das Wissen steht, dass auch große Freundschaften irgendwann kleiner werden und wir trotzdem weiteratmen müssen. Manchmal ebbt eine Verbundenheit eben ab. Erklärbar ist das alles, normal, unausweichlich vielleicht, weil man sich ebent weiterentwickelt. Bäume verlieren ihre Blätter und geliebte Personen entfernen sich. Wenn man Glück hat, treibt im Frühjahr alles neu aus."

Seite 106 // "Ein Betrug bereitet die Bühne für ein besonders unangenehmes Ende einer Freundschaft. Er ist nicht nur eine Entgleisung. Er ist eine bewusste Entscheidung, die einen unmittelbar trifft."

Seite 107 // "Die Geschichte mit Ida hat mir geholfen zu erkennen, dass es keinen Sinn macht, Dinge nicht anzusprechen. Man verletzt, wenn man bereits geht, ohne sich verabschiedet zu haben. Freundinnen verdienen die Wahrheit, auch wenn sie wehtut oder einen Konflikt provoziert. Man muss es aussprechen, wenn man genervt, ägerlich, verletzt, traurig, ängstlich oder einfach nur müde ist. Die eigene Geisterpersönlichkeit haben auch ehemalige Freundinnen nicht verdient. Den Geist hebt man sich besser für seine ärgsten Feinde auf, um ihnen dann irgendwann im Badezimmerspiegel zu erscheinen und sie zu Tode zu erschrecken."

Seite 143-144 // "Ein Kinderwunsch, der sich nicht erfüllt wie erhofft, ist eine besondere Form der Einsamkeit."

(Bild- und Zitatrechte: Benevento Verlag)

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Rezension: 24 gute Taten von Jenny Fagerlund

© Dumont Buchverlag
Sie wussten nichts von der Dunkelheit, die seit zwei Jahren in ihr gärte und wie eine graue Regenwolke immer größer wurde. Sie sahen nur ihr freundliches Lächeln. Aber wie viele Menschen lächelten, obwohl es ihnen in Wirklichkeit gar nicht gut ging? - Seite 143

Inhaltsangabe:

Emma wohnt in Stockholm und ist Inhaberin eines kleinen Geschenkeladens. An Heiligabend, genau vor 2 Jahren, starb ihr Freund Niklas bei einem Autounfall. Seitdem vergräbt sie sich in ihrer Trauer und kann mit Weihnachten absolut nichts mehr anfangen. Eine Zeit, die sie nur mehr mit Traurigkeit und Kummer verbindet. Als Emma eines Tages einen alten Mann im Schneesturm nach Hause bringt, merkt sie, wie gut es ihr tut, anderen zu helfen. Das bringt sie auf eine Idee: Jeden Tag eine gute Tat. 24 Tage lang, bis Weihnachten. Sie entwickelt somit ihren ganz eigenen Adventskalender. Ein Projekt, bei dem sie nicht nur abgelenkt ist sondern auch wieder zu sich selbst findet.

Früher hätte sie diesen Ort auch gemieden. Aber jetzt hatte sie keine Angst mehr. Das Gefühl löste sich auf, wenn man den Tod nicht mehr fürchtete. Dann hatte man keine Probleme mehr damit, morgens in tiefster Dunkelheit spazieren zu gehen. - Seite 145

Donnerstag, 19. November 2020

Rezension: Offene See von Benjamin Myers

© Dumont Buchverlag
Aus den Träumen der Kinder entstehen die großen Reiche der Zukunft. Du kommst mir vor wie jemand, der genauso lange aus dem Fenster geschaut hat wie in seine Schulbücher. - Seite 45

Inhaltsangabe:

Der junge Robert begibt sich auf Wanderschaft. Wir haben das Jahr 1946 und befinden uns in England. Die Sehnsucht nacht dem Meer und die Enge seines Elternhauses veranlassen ihn dazu, sein zu Hause zu verlassen. Er macht sich zu Fuß auf den Weg zur Küste um einmal die offene See zu erleben. Auf seiner Reise lernt er die unkonventionelle Dulcie kennen, die für ihn ihre Türen öffnet. Ein Leben, in dem Freundschaft, Leidenschaft, Kunst, aber auch Schmerz erstrebenswerter sind als Wohlanständigkeit und Pflichterfüllung.

Reisen ist die Suche nach sich selbst, glaub mir. Und manchmal genügt schon allein das Suchen. - Seite 66

Meine persönliche Meinung:

Wo soll ich nur anfangen? Ich habe mir diesen Roman schon allein wegen dem Titel gekauft. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, da auch ich das Meer über alles liebe. Ich fühle mich unglaublich zu Hause am Meer und bin jedes mal mehr als nur glücklich, wenn ich es sehen, riechen und hören kann. Somit wollte ich Robert nur liebend gerne auf seinem Weg zum Meer begleiten.

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