Montag, 15. August 2022

August Buchzitate!

Meine Buchzitate Sammlung wächst und wächst :)
Hier wieder ein paar gesammelte Zitate aus gelesenen Büchern!


Der Duft der Blumen bei Nacht von Leïla Slimani
Seite 14 // "Schreiben heißt, sich Fesseln anlegen, doch aus diesen Fesseln selbst erwächst die Möglichkeit einer ungeheuren, schwindelerregenden Freiheit." 

(Bild- und Zitatrechte: Luchterhand Verlag. Aus der Französischen von Amelie Thoma.) 



 

 

 

 
 
I get a bird von Anna von Canal und Heikko Deutschmann
Seite 70 // "Kennen Sie das, wenn Kinder immer wieder die Geschichte ihrer Geburt erzählt bekommen wollen - es ist ein Ereignis vor ihrer bewussten Erfahrung, vor ihrer Erinnerung, und sie fühlen sich nicht vollständig, nicht "echt" ohne diese Geschichte. Oder wenn Paare sich immer wieder ihr Kennenlernen erzählen?  Es ist für sie die Erzählung irgendwann verbindender als die Erinnerung."

Seite 73 // "In Ihrem ersten Brief, im ersten Satz schrieben sie damals, das Leben eines Busfahrers ist wie Ebbe und Flut. Daran muss ich oft denken. Für mein Leben trifft das auch zu. Mal fühle ich mich wie ein Fisch auf dem Trockenen, mal hab ich das Gefühl, zu ertrinken."

Seite 180 // "Denn die Angst hat kein Gesicht, oder besser gesagt, sie hat viele. Die Angst hat immer das Gesicht, das ihr nützt. Angst ist die kleine Schwester des Zufalls und der seinerseits die rechte Hand des Chaos."

(Bild- und Zitatrechte: Mare Verlag)

Sonntag, 7. August 2022

Rezension: Der Duft der Blumen bei Nacht von Leïla Slimani

© Luchterhand Verlag

Schreiben heißt, sich Fesseln anlegen, doch aus diesen Fesseln selbst erwächst die Möglichkeit einer ungeheuren, schwindelerregenden Freiheit. - Seite 14

Inhaltsangabe:
Das bislang persönlichste Buch der französisch-marokkanischen Autorin Leïla Slimani. In diesem Buch nimmt sie uns mit auf eine Reise durch ihr Leben. Erinnerungen, Gedanken und sehr private Bekenntnisse, die sie alle während einer ungewöhnlichen Nacht in Venedig erlebt und aufgeschrieben hat. Eine Nacht im Museum Punta Della Dogana, dem einstigen Zollgebäude der Serenissima. Ein Ort, an dem sich seit jeher Orient und Okzident begegnen und der zum Sinnbild ihrer eigenen Geschichte wird. Die Autorin erzählt uns von ihrer Familie und ihrer Kindheit in Rabat, vom Alltag in Paris als Mutter und Schriftstellerin, vom Leben zwischen den Kulturen und der Kraft der Literatur. 
 
Bild- und Zitatrechte: Luchterhand Verlag. Aus dem Französischen von Amelie Thoma.
 
Meine persönliche Meinung:
Ich habe schon einiges von Leïla Slimani gelesen und war auch bisher immer sehr angetan von ihren Büchern. Als ich dieses Büchlein das erste Mal in der Hand gehalten habe, war ich erstaunt, wie dünn es ist und habe mir somit auch nicht mehr viel erwartet. Ich wusste sofort, dass man hier nur einen kleinen Einblick in ihr Leben bekommen wird, mehr aber auch nicht und so war es dann auch. 
 

Sonntag, 10. Juli 2022

Rezension: Die Paradiese von gestern von Mario Schneider

© Mitteldeutscher Verlag
Der Krieg ist wie eine Krankheit, eine Epidemie, die sich weit vom eigentlichen Epizentrum der Front, hinein in die noch so entlegensten Ecken des Landes ausbreitet. - Seite 15

Inhaltsangabe:
Ein junges Paar aus Ostdeutschland, Ella und Rene, verbringen nach der Wende ihren ersten Sommer in Freiheit in Südfrankreich. Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit geraten sie in das marode Schlosshotel der Madame de Violet, einer Gräfin, die mit ihrem Diener wie in einer vergessenen Zeit lebt. Es stellt sich heraus, dass sie die einzigen und auch letzten Gäste sein werden. Die beiden erleben die Verlockungen und Enttäuschungen einer neuen Welt und die Zerbrechlichkeit ihrer fest geglaubten Beziehung.
 
Bild- und Zitatrechte: Mitteldeutscher Verlag.

Meine persönliche Meinung:
Aufgefallen ist mir dieses wunderschöne Buch auf Instagram. Ich muss gestehen, dass ich den Verlag davor nicht gekannt habe, aber aufgrund des Covers und des Klappentextes wurde ich neugierig auf diese Geschichte. Nach und nach habe ich immer wieder begeisterte Rezensionen gelesen, somit stand ziemlich schnell fest, dass ich dieses Buch auch gerne lesen möchte.

Ein Glück ist umso größer, je unwahrscheinlicher es ist. - Seite 18

Beginnt man die Geschichte zu lesen, befindet man sich erstmals in der Vergangenheit. Wir lernen das frühere Leben von Charlotte, Madame de Violet, und ihren Angestellten kennen. Schon auf den ersten Seiten habe ich ihren Portier, Vincent, in mein Herz geschlossen. Ein so liebenswürdiger und aufmerksamer Mann, der stets an ihrer Seite ist. Charlottes Sohn, Alain, wuchs so gut wie ohne Vater auf, der hatte einfach viel zu tun und man merkt recht schnell, dass Vincent diese Rolle recht früh übernommen hat, als ein guter alter Freund Angestellter der Familie. Zusammenhalt steht hier ganz groß im Vordergrund.

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