Ein weiterer Schwung an Zitaten, die ich gesammelt habe :)
Seite 38 // "Irgendwie hatten sich ihre Hände gefunden. Eigentlich ... eigentlich, dachte Paula, mag ich das nicht. Hab ich noch nie. Aber mit ihm ... es fühlt sich nicht seltsam an. Und auch das Loslassen nicht. Ich glaube, deshalb konnte ich es nie leiden. Weil das Loslassen vom anderen immer noch falsch gedeutet wird. Dabei möchte man doch nur frei gehen, und es hat nichts damit zu tun, ob man den anderen liebt oder nicht."
Seite 71 // "Vielleicht gehört das Überraschende zum Glück dazu. So wie bei uns gerade. Ein unvermuteter Streik, der Zufall, der uns zusammen und an so einem schönen Ort stranden lässt. Aber das glaube ich gar nicht so sehr. Sondern dass wir im Herzen womöglich einfach oft zu träge sind, um wirklich das Glück zu suchen. Wir warten darauf, manchmal schlecht gelaunt oder in so einer jämmerlichen Halbzufriedenheit, und im allerbesten Fall lassen wir es dann einfach geschehen. Und beschweren uns schon mitten im Schönen, dass es so selten kommt. Weil wir wissen, dass es dauern wird, bis so etwas wieder passiert. Aber das ist, wie den Mund aufmachen und warten, das Essen hineinfliegt."
Bild- und Zitatrechte: Dumont Verlag. Illustriert von Florian Bayer.
Bild- und Zitatrechte: Heyne Verlag. Aus dem Amerikanischen von Astrid Gravert und Christina Hackenberg.
Seite 112 // "Und ich fragte mich, ob es Zufall ist, dass man immer neben der Person sitzt, die am besten zu einem passt, oder ob es so ist, dass man zu jedem passen kann, den man nur gut genug kennenlernt."
Seite 128 // "Der Italiener war ein Phänomen. Für mich der langweiligste Mensch der Welt und für Mama scheinbar der spannendste. Ich fragte mich, wie einem jemand so schnell so wichtig werden konnte. Jemand, den man doch gerade erst kennengelernt hatte. Und wie einem jemand so unwichtig werden konnte, jemand, den man ja sogar zur Welt gebracht hatte."
Seite 129 // "Was nützte einem der schönste Himmel, wenn man ihn niemandem zeigte? Und was der schönste Gedanke, wenn man ihn niemandem erzählte?"
Seite 239 // "Ich dachte an Oma und wie sie gesagt hatte, dass einem die anderen nicht gehörten. Und dass man den anderen immer nur so viel Feiheit und Glück gönnte, wie man sich selbst erlaubte."
Seite 252 // "Wenn man etwas zum letzten Mal tut, dann weiß man das oft nicht. Dass es das letzte Mal ist."
Seite 255-256 // "Ich denke nicht oft an den Himmel, und ich weiß auch nicht genau, was er ist, wem er gehört oder ob es ihn überhaupt gibt. Aber wenn ich an den Himmel denke, sehe ich uns alle tanzen. Und vielleicht, vielleicht treffen wir uns da eines Tages wieder."
Bild- und Zitatrechte: Diogenes Verlag.





