Montag, 12. April 2021

Wunderbare Buchzitate!

 Da waren noch ein paar Buchzitate ausständig, die ich nun wieder zusammengefasst habe :)

 

Daisy Jones & The Six von Taylor Jenkins Reid 
Seite 71 // "Ich war nicht gut darin, sie zu belügen. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Die Leute denken immer, Lügen ist schlecht, aber... Ich weiß nicht. Manchmal können Lügen einen auch schützen. 

Seite 79 // "Manchmal denke ich, Süchtige unterscheiden sich gar nicht so sehr von anderen Menschen, sie sind nur besser darin, sich selbst zu belügen. Und ich war ausgezeichnet darin, mich selbst zu belügen.

Seite 86 // "Ich denke, man muss an Menschen glauben, bevor sie es verdienen. Sonst wäre es ja auch gar kein Glauben, oder?"
 
Seite 200 // "Selbstvertrauen ist, wenn es okay für einen ist, auch mal schlecht zu sein, nicht nur okay damit zu sein, gut zu sein."
 
Seite 225 // "Ich will sagen, wenn man jemanden wirklich liebt, kann einen das, was der andere braucht, auch mal verletzen, aber bei bestimmten Menschen ist es das wert."
 
"Aber jemanden zu lieben ist nicht immer perfekt, es gibt nicht nur gute Zeiten, in denen man lacht und Liebe macht. Liebe ist auch verzeihen können, ist Geduld und Vertrauen. Und hin und wieder mal bekommt man einen Schlag in die Magengrube. Deshalb ist es gefährlich, wenn man sich in die falsche Person verliebt. Wenn man jemanden liebt, der es nicht verdient hat. Man muss mit jemandem zusammen sein, der Vertrauen verdient, und man muss sich umgekehrt das Vertrauen des anderen auch verdienen."

Seite 228 // "Frauen machen dich fertig, weißt du das? Wahrscheinlich tut jeder jedem irgendwie weh, aber Frauen scheinen sich immer wieder aufzurappeln, ist dir das mal aufgefallen? Frauen stehen immer wieder auf."
 
Seite 254-255 // "Ich wünschte, jemand hätte mir gesagt, dass Liebe nicht qualvoll sein muss. Ich dachte, Liebe sei etwas, das einen entzweireißen muss, todunglücklich macht und einem Herzrasen der schlimmsten Sorte beschert. Ich dachte, Liebe sei Tränen und Blut. Ich wusste nicht, dass man sich damit eigentlich leichter und nicht schwerer fühlen sollte. Ich dachte, Liebe sei Krieg. Ich wusste nicht, dass sie ... Ich wusste nicht, dass sie eigentlich Frieden bedeuten sollte. Und weißt du was? Selbst wenn ich es gewusst hätte, ich weiß nicht, ob ich bereit gewesen wäre, es zu akzeptieren."

Seite 287-288 // "Zuerst, denke ich, nimmt man Drogen, um seine Gefühle abzutöten, ihnen zu entkommen. Aber nach einer Weile wird einem bewusst, dass die Drogen dein Leben haltlos machen, dass sie in Wirklichkeit Empfindungen noch verstärken. Liebeskummer empfindet man schlimmer, gute Zeiten euphorischer. Wenn man runterkommt, hat man das Gefühl, als würde man den Verstand neu entdecken. Und wenn man seinen Verstand neu entdeckt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man ahnt, warum man ihm hatte entkommen wollen."

Seite 299 // "Egal, mit wem man sich entscheidet, sein Leben zu verbringen, irgendwann wird man verletzt werden. Das liegt einfach in der Natur der Liebe. Egal, wen du liebst, irgendwann wird er dir das Herz brechen."

Seite 317 // "Angeblich ist es schwer, wenn man weit entfernt ist von dem Menschen, den man liebt, aber für mich war es einfach richtig schwer, direkt neben ihm zu stehen."

"Ich meine ... man weiß Menschen besser zu schätzen, wenn man weiß, dass man sie nicht mehr lange bei sich haben wird."

Seite 338 // "Es sind immer diejenigen, die einen nicht genug geliebt haben, die einem auch später noch schlaflose Nächte bereiten. Man fragt sich ständig, wie eine gemeinsame Zukunft hätte aussehen können, aber man wird es nie erfahren. Vielleicht will man es auch gar nicht wissen."

(Bild- und Zitatrechte: Ullstein Buchverlage)
 
 
Zugvögel von Charlotte McConaghy
Seite 27 // "Mam sagte immer, in den Seiten eines Romans lebe die einzige Schönheit, die die Welt uns zu bieten habe.
 
Seite 67 // "Ich habe nicht das Leben satt, mit seinen erstaunlichen Meeresströmungen, seinen Eisschichten und den vielen zarten Federn, aus denen ein Flügel besteht. Ich habe mich selbst satt."
 
"Es gibt zwei Welten. Die eine besteht aus Wasser und Erde, aus Stein und Mineralien. Sie hat einen Kern, einen Mantel und eine Kruste, sie hat Sauerstoff, den man atmen kann. Die andere Welt besteht aus Angst. Ich habe beide bewohnt und weiß, dass die eine der anderen täiuschend ähnlich sein kann."
 
Seite 129 // "Obwohl sie so bunt und verschieden sind, wie eine Gruppe Menschen nur sein kann, merke ich doch, dass sie auch alle gleich sind, Seeleute eben. Im Leben an Land hat ihnen etwas gefehlt, und sie sind losgezogen, um eine Antwort zu finden. Und worin die auch immer bestand, ich bin überzeugt, sie haben sie alle gefunden. Sie sind Zugvögel, die es vom Land wegzieht, und sie lieben es hier draußen auf dem Meer, das ihnen ein anderes Leben bietet, sie lieben dieses Schiff und - sosehr sie sich kabbeln und streiten - lieben sie doch auch einander."
 
Seite 137 // "Und da ist er wieder, selbst jetzt noch, nach allem, was passiert ist. Der irrsinnige Nervenkitzel, dem ich schon mein Leben lang nachjage. Es ist nicht richtig, Gefahr aufregend zu finden, aber so ist das bei mir. So ist das, immer noch. Mit dem einziegen Unterschied, dass ich früher einmal stolz darauf war, während ich mich jetzt dafür schäme."
 
Seite 150 // "Mein Leben war ein Vogelzug ohne Ziel, und das an sich ist schon ein Widerspruch. Ich breche auf ohne Grund, nur um in Bewegung zu bleiben, und es bricht mir tausendfach, millionenfach das Herz. Da ist es erleichternd, endlich einen Vorsatz zu haben."
 
Seite 151 // "Man kann die Wirkung eines Lebens an dem messen, was es gibt und was es hinterlässt, aber man kann sie auch an dem messen, was es der Welt wegnimmt."
 
Seite 194 // "Ich liege im Wasser und fühle mich verlorener als je zuvor, denn es steht mir nicht zu, Heimweh zu haben, es steht mir nicht zu, mich nach dem zu sehnen, was ich immer so verzweifelt hinter mir lassen wollte. Wie ungerecht das ist, ein Geschöpf sein zu müssen, das lieben, aber nicht bleiben kann."
 
Seite 225 // "Es hatten schon Gerüchte kursiert, dass so etwas passieren könnte, aber keiner von ihnen hat geglaubt, dass es so schnell gehen würde, so wie kein Mensch jemals glaubt, dass etwas enden könnte, was er liebt."
 
Seite 284 // "Je stärker man ist, desto gefährlicher wird die Welt."
 
Seite 300 // "Ich bin nur die zweitgrößte Liebe deines Lebens. Aber welcher Trottel wäre denn eifersüchtig auf das Meer?"
 
(Bild- und Zitatrechte: S. Fischerverlag)
 
 
Sieben Richtige von Volker Jarck
Seite 55 // "Das alles wird er tun, so lange es getan werden muss. Das muss man so machen, das weiß er, und das macht man so, weil die Verantwortung keines von den Gefühlen ist, die verschwinden. Wer jemals geliebt hat, wird sich immer Sorgen machen."
 
Seite 137 // "Wenn das Schlimmste überstanden scheint, so heißt es, dann nur, weil man noch nicht weiß, dass es doch immer schlimmer kommen kann."
 
(Bild- und Zitatrechte: S. Fischerverlag)
 
 


 
 
 
 
Das Rauschen der Nacht von Andre Hille
Seite 15 // "Eine Familie zu haben bedeutete, eine bestimmte Ordnung zu bewahren, jahrelang, jahrzentelang. Vielleicht bestand darin sogar ihr eigentlicher Sinn."
 
Seite 108-109 // "Die Familie zerbricht, und egal in welchem Alter, es bleibt das Scheitern eines irgendwann einmal hoffnungsvoll begonnenen, gemeinsamen Vorhabens."
 
Seite 137 // "Schon häufig hatte ich festgestellt, dass es zwei Kategorien von Eltern gab: die einen entschuldigten sich ständig für Ihre Kinder, sodass man sich in ihrer Gegenwart erhöht fühlte und sich gezwungen sah, sich selbst auch zu entschuldigen, die anderen hingegen strahlten aufgrund nicht erkennbarer Umstände eine Arroganz aus, in deren Gegenwart man sich immer auf eine unangenehme Weise unzureichend fühlte. Erstaunlicherweise überwog die erste Kategorie deutlich. Es schien die erfolgreichere soziale Strategie zu sein."
 
Seite 141 // "All das noch mal von vorn? Noch ein Kind? Einem Menschen ein Leben ermöglichen oder es ihm verweigern? Die Last dieser Frage drückte mich nieder. Wo bleibe ich? Darf ich das denken angesichts eines neuen Lebens? Darf ich meine Interessen gegen die des neuen Lebens abwägen?"
 
(Bild- und Zitatrechte: Blessing Verlag)
 

Im Wasser sind wir schwerelos von Tomasz Jedrowski
Seite 26 // "Hast du schon mal so jemanden gehabt, einen, den du vergeblich geliebt hast, als du jünger warst? Hast du schon mal etwas empfunden wie meine Scham? Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen und dachte, dass du unmöglich so sorglos durchs Leben gegangen sein kannst, wie du immer vorgegeben hast. Aber allmählich glaube ich, dass nicht jeder auf dieselbe Weise leidet; dass nicht jeder überhaupt leidet. Jedenfalls nicht unter denselben Dingen. Und in gewisser Hinsicht ist es genau das, was uns zusammengeführt hat, dich und mich."
 
Seite 27 // "So lebte ich damals - durch Bücher. Ich versank in ihren Geschichten, träumte nachts von den Figuren und stellte mir vor, ich wäre sie. Bücher waren mein Panzer gegen die harten Ränder der Realität. Wie einen Talisman nahm ich sie in meiner Tasche überallhin mit, weil sie für mich realer waren als die Menschen in meiner Umgebung, die sich verleugneten, wenn sie den Mund aufmachten, und sich der Wahrheit verschlossen, dazu bestimmt, dachte ich, nie etwas zu tun, das sich zu erzählen lohnte."
 
Seite 57 // "Ich fühlte mich dir eigenartig nah und war glücklich, dich ganz für mich zu haben, mit dem Himmel als einzigem Zuschauer."
 
Seite 123 // "Gibt es Dinge, die du vergessen hast, oder Dinge, die ich ausgelassen habe? Mein Gedächtnis hat natürlich Grenzen. Es mag die Leerstellen ausmalen, ohne es zuzugeben, sie dramatisieren oder abändern. Für Gefühle gibt es kein fotografisches Gedächtnis. Doch im Augenblick ist das wohl oder übel meine Wahrheit."
Seite 148 // "Man muss festhalten, was man hat", murmelte sie, mehr zu sich als zu mir, während ihre ädrigen Hände eine Tasse Tee umklammerten. "Man weiß nie, wann man verliert, was einem das Allerliebste ist."
 
(Bild- und Zitatrechte: Hoffmann und Campe Verlag)
 

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