Montag, 18. April 2016

[Buchzitate] .. März 2016 ..

Meine Lieblingszitate aus meinen gelesenen Büchern im März 2016:

Nur ein Tag von Gayle Forman
Seite 34 // "In meiner Phantasie vollführte ich Pirouetten und Sprünge, doch auf dem Eis konnte ich kaum aufrecht auf meinen Schlittschuhen stehen. Als ich älter wurde, erlebte ich dasselbe im Umgang mit anderen Menschen: In meiner Phantasie bin ich mutig und geradeheraus, aber was aus mir herauskommt, klingt immer nur brav und höflich."

Seite 61 // "Du hast zu viel darüber nachgedacht. Mit dem Reisen ist es genau dasselbe. Du darfst dich nicht zu sehr damit beschäftigen, sonst hast du das Gefühl, es sei etwas Anstrengendes. Du musst dich dem Chaos hingeben. Den Zufällen, den Unfällen." 

Seite 236 // "Keiner ist der, der er vorgibt zu sein."

Seite 272-273 // "Ich habe gesehen, wie du Rosalinde gespielt hast, du warst einen Tag lang Lulu, und momentag spielst du deinen Eltern die angehende Medizinstudentin vor." Ich senke den Blick und zupfe an meinem Fingernagel herum. "Das macht mich bloß zur Lügnerin."
"Nein, das stimmt nicht. Du probierst nur verschiedene Identitäten aus, wie die Charaktere in Shakespeares Theaterstücken. Außerdem sind die Personen, die wir nach außen hin verkörpern, bereits alle in uns vorhanden. Deswegen können wir sie ja überhaupt nur spielen."

Seite 317 // "Manchmal bemerkt man etwas erst, wenn es nicht mehr da ist. Wenn es eine leere Stelle hinterlässt."

Seite 396 // "Ich denke an das, was meine Mutter gesagt hat. Dass man dankbar dafür sein soll, was man hat, anstatt sich nach etwas zu sehnen, was man nicht haben kann."

(Bild- und Zitatrechte: Fischerverlage)

Der Kuss des Raben von Antje Babendererde
Seite 16 // "Ohnehin war es vernünftiger, nicht zu lieben, denn Liebe machte blind und unvorsichtig. Schlimmer noch: Unerwiderte Liebe konnte einen wie eine furchtbare Krankheit verzehren, und man lief Gefahr, den Verstand zu verlieren".

Seite 78 // "Manche Dinge, die vergehen nicht. Im Gegenteil, sie werden immer schlimmer".

Seite 95-96 // "Ich mache dir Angst? Du hast mich heute schon zum zweiten Mal massakriert. Was hast du da eigentlich in deinem Beutel?", fragte er. "Einen Ziegelstein, mit dem du harmlosen Passanten die Nase einschlagen kannst, wenn ihre Nase dir nicht passt?"
"Passanten?" 
"Fußgänger, normale Leute." Mila zögerte einen Moment, dann lächelte sie. Sie zog das dicke Buch aus ihrer Tasche und hielt es hoch.
"Was ist das?"
"Kafka. Sein Tagebuch." Er stöhnte ungläubig. Ein Buch! Dass Bücher gefährlich waren, wusste er schon lange."

Seite 155 // "Liebe war etwas für Träumer, aber er kannte bloß Albträume und darin kam Liebe nicht vor."

Seite 235-236 // "Liebe tut weh, Mila", sagte Tilde, "sonst wüssten wir nicht, dass es Liebe ist. Der Schmerz war ein wildes Tier in meiner Brust damals. Ich war sechzig und wusste, dass ich mich nicht noch einmal so verlieben würde. Doch wir wissen gar nichts, mein Mädchen, denn die Liebe geht ihre eigenen Wege. Es ist an uns, ihr die Tür zu öffnen. Wenn man liebt, geht man immer das Risiko ein, verletzt zu werden. Aber das ist es wert."

Seite 294 // "Man muss nicht lieben, man muss nicht hassen, man muss nur verstehen."

(Bild- und Zitatrechte: Arena Verlag)


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