Mittwoch, 14. Juni 2017

Rezension: Gustaf Alter Schwede von Claus Vaske

© Harper Collins Verlag
Inhaltsangabe:
Es sollte das Paradies auf Erden werden für Familie Baumann: ein Landhaus am Rhein. Gekauft für einen Appel und ein Ei. Mutter Saskia hofft endlich wieder auf Sex mit ihrem Mann, der einerseits auf einen Oldtimer spekuliert. Doch in der Garage will Pubertier Kim ja ihr Pferd abstellen. Das alles juckt den zehnjährigen Sohn Lukas gar nicht, der eine echte Entdeckung macht: Ein Hausgeist treibt in dem alten Gemäuer sein Unwesen. Und das bringt so einige Vorteile mit sich.
Nicht nur ordert der im Dreißigjährigen Krieg Gemeuchelte teure Fernseher auf Elternkosten und säuft Weinkeller leer. Er setzt sogar alles daran, sie in die glücklichste Familie aller Zeiten zu verwandeln - und das auf eine sehr eigenwillige Art...

Meine persönliche Meinung:
Dieses Buch bekam ich inklusive einem grandiosen schwedischen Paket vom Verlag zugeschickt. Eine so tolle Aufmachung und Werbung für das Buch, dass ich richtig neugierig wurde. Der Klappentext verrät uns sofort, dass es sich hier um eine etwas lustigere Geschichte handeln soll. Voller Vorfreude habe ich dieses Buch zu lesen begonnen und schon nach wenigen Seiten habe ich gemerkt, dass es eine doch etwas komischere Geschichte ist, zumindest anders als erwartet.

Familie Baumann ist eine sehr merkwürdige Familie mit etwas lustigen Ansichten. Während die Kinder noch etwas normaler rüberkommen und sich einfach nur an den Umzug und an das neue Haus gewöhnen möchten, ist Mutter Baumann Saskia schon ein etwas skurrilerer Mensch. Sie lässt Sätze und Sprüche ab, die mich doch desöfteren den Kopf schütteln ließen. Sollte dies tatsächlich eine erwachsene Frau und Mutter 2er Kinder sein? Die beiden Kinder, Kim und Lukas, sind 14 und 10 Jahre alt. Kim ist bereits mitten in der Pubertät angelangt und Lukas hat pausenlos seine Problemchen in der Schule. Vater Achim lässt sich in den Wahnsinn treiben, da Kim nun ihren ersten richtigen Freund hat. Mutter Saskia hat mit ihrer Familie also immer allerhand zu tun, als würde ihr Job als Krankenhauspsychologin nicht schon reichen.
Nun wohnt da also auch noch ein Hausgeist in ihrem Haus, der nicht gerade zimperlich mit der Familie umgeht. Er treibt Familie Baumann in den finanziellen Ruin. Sie müssen ihn also schnellstmöglich los werden, aber wie?

Ganz nebenbei lernen wir in dieser Geschichte ein paar schwedische Vokabeln kennen. Eine tolle Idee, die mir sofort positiv aufgefallen ist. "Knulla" zB. bedeutet übersetzt Sie-wissen-schon. Vokabeln, die die Geschichte etwas aufgepeppt haben. Während dem Lesen habe ich mich jedoch stets gefragt, wo bei diesem Buch wohl der Haken ist, denn überzeugen konnte es mich leider absolut nicht. Manche Stellen fand ich dann wieder ganz nett zu lesen, aber großteils konnte ich über dieses Buch einfach nur den Kopf schütteln. Mir fehlte definitiv die Tiefgründigkeit in diesem Roman. Alltagsprobleme werden zwar angesprochen, auf die jedoch nicht wirklich eingegangen wird. Situationen, die stets ironisch-humorvoll abgestempelt wurden, dass mich wiederum als Leserin stets störte. Ich konnte damit einfach nichts anfangen und zum lachen hat es mich leider auch nicht gebracht.

Eine Ende, dass mich leider ebenfalls unbefriedigt zurückgelassen hat. Ich habe mir definitiv eine etwas andere Geschichte erwartet und mehr erhofft. Das war wohl nix, lieber Gustaf!


  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (6. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959670591
  • ISBN-13: 978-3959670593
  • Preis: 12,99€ (D) - 13,40€ (A)

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