Donnerstag, 4. Februar 2021

Gelesene Bücher und deren Buchzitate

 Ich habe mal wieder so einige Zitate gesammelt und sie für euch herausgeschrieben :) 
So bekommt ihr auch gleich einen kleinen Einblick in die jeweiligen Bücher!

Miracle Creek von Angie Kim
Seite 10 // "Glaubte er, es sei schon genug passiert heute, und dass darum nicht noch mehr passieren konnte? Aber so läuft das Leben nicht. Eine Tragödie macht einen nicht immun gegen weitere Tragödien, und Schicksalsschläge werden nicht gerecht hier und da verteilt - mit Unglück wird klumpenweise, gebündelt nach einem geworfen, unkontrollierbar und chaotisch."
 
Seite 89 // "Das war der Grund dafür, dass Studien immer wieder zu dem Ergebnis kamen, dass reiche, erfolgreiche Menschen, von denen man meinen sollte, sie seien die zufriedensten von allen - Topmanager, Lottogewinner, Olympiasieger -, eben nicht die glücklichsten waren und Arme und Behinderte nicht unbedingt die unglücklichsten: Man gewöhnte sich an sein Leben, ganz gleich, welche Erfolge und Mühen es für einen bereithielt, und passte seine Erwartungen entsprechend an.
 
Seite 264 // "So ist das, wenn man Kinder hat, da bricht einem jeden Tag irgendetwas das Herz."
 
Seite 326-327 // "Das war das Problem mit Lügen: Man lieferte sich ihnen komplett aus. Wenn man einmal gelogen hatte, musste man an der Lügengeschichte festhalten." 
 
(Bild- und Zitatrechte: Hanser Literaturverlage)


Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
Seite 160 // "Sie wusste nicht, wie man küsste, und hielt ihren Kopf und die Lippen ganz steif. Sie lösten sich voneinander, sahen einander an, wussten nicht, wie es dazu gekommen war und was sie als Nächstes tun sollten. Er zog sachte ein Blatt aus ihren Haaren und ließ es zu Boden fallen. Ihr Herz schlug wie wild. Was auch immer sie an ruppiger Liebe von ihrer gestörten Familie erfahren hatte, nichts hatte sich so angefühlt.
"Bin ich jetzt deine Freundin?", fragte sie.
Er lächelte. "Möchtest du das denn?"
"Ja."
"Vielleicht bist du dafür noch zu jung", sagte er.
"Aber ich kenne mich mit Federn aus. Ich wette, das tun die andern Mädchen nich."
"Also gut." Und er küsste sie erneut. Diesmal neigte sie den Kopf zur Seite, und ihre Lippen wurden weich. Und zum ersten Mal in ihrem Leben war ihr Herz voll.
 
Seite 183 // "Immer hatte sie die Kraft und Beherztheit gefunden, die sie brauchte, um sich durchzuschlagen, den nächsten Schritt zu tun, ganz gleich, wie zitterig der auch war."
 
Seite 185 // "Doch so, wie ihre Sammlungen wuchsen, wuchs auch ihre Einsamkeit. Ein Schmerz so groß wie ihr Herz wohnte in ihrer Brust. Nichts konnte ihn lindern. Weder die Möwen noch ein grandioser Sonnenuntergang, noch die seltensten Muschelexemplare. Monate wurden zu einem Jahr. Die Einsamkeit wurde unerträglich für sie. Sie sehnte sich nach der Stimme, der Gegenwart, der Berührung eines Menschen, aber noch größer war ihr Wunsch, ihr Herz zu schützen. Monate wurden zu einem weiteren Jahr. Dann noch einem."
 
Seite 191 // "Sie versuchte, sich zu zwingen, den Strand zu meiden und in der Marsch zu bleiben, dort Vogelnester und Federn zu sammeln. In Sicherheit zu bleiben und die Möwen mit Grieß zu füttern. Das Leben hatte aus ihr eine Expertin darin gemacht, Gefühle und lagerfähige Größe zu quetschen."
 
Seite 207 // "Sie wusste, dass diese Sehnsucht vollkommen widersinnig war. Irrationales Verhalten, um eine Leere zu füllen, bringt keine wirkliche Erfüllung. Wie viel gibst du auf, nur um nicht einsam zu sein?"

Seite 267 // "Während über ihr Himmel und Wolken miteinander rangen, sagte sie laut: Ich muss mein Leben allein leben. Aber das habe ich ja gewusst. Ich weiß schon lange, dass Menschen nicht bleiben."

(Bild- und Zitatrechte: Hanser Literaturverlage)
 

Kleine große Schritte von Jodi Picoult
Seite 13 // "Aber ich wurde an jenem Tag Zeugin eines viel größeren Wunders. Als Christina meine Hand hielt und Ms. Mina die Hand meiner Mutter hielt, gab es einen Moment - einen Herzschlag, einen Atemzug lang -, in dem alle Unterschiede in Ausbildung, Vermögen und Hautfarbe verpufften wie Luftspiegelungen in der Wüste. Wo wir alle gleich waren und es nur eine Frau gab, die einer anderen half. Und um dieses Wunder noch einmal zu erleben, warte ich nun schon neununddreißig Jahre."

Seite 20 // "Jedes Baby wird schöm geboren. Nur das, das wir darauf projizieren, macht es hässlich."

Seite 24 // "Weiße meinen die Hälfte dessen, was ihnen beleidigend über die Lippen kommt, gar nicht so, und so versuche ich, es nicht in den falschen Hals zu kriegen."

Seite 127 // "Er ist an einem besseren Ort, er ist ein gefallener Soldat, Zeit heilt alle Wunden. Aber keiner hat mir erzählt, wie einsam Trauer ist. Egal, wer sonst noch mit dir trauert, du bist allein in deiner eigenen kleinen Zelle. Selbst wenn die Leute dich zu trösten versuchen, bist du dir dessen bewusst, dass zwischen dir und ihnen eine Barriere existiert, gebaut aus dem entsetzlichen Ereignis, und dich isoliert."

Seite 273 // "Stolz ist ein böser Drache, der unter deinem Herzen schläft und losbrüllt, wenn du Ruhe brauchst.

Seite 297 // "Es ist schon erstaunlich, dass man sein ganzes Leben lang in den Spiegel schauen und glauben kann, man würde sich selbst klar und deutlich sehen. Und eines Tages ziehst du dann einen grauen trüben Belag aus Heuchelei ab und merkst, dass du dich eigentlich nie richtig gesehen hast."

Seite 306 // "Wenn wir Menschen verlieren, die uns etwas bedeuten, dann deswegen, damit wir für diejenigen dankbar sind, die wir noch haben. Es ist die einzig mögliche Erklärung. Ansonsten wäre Gott ein erbärmlicher Hurensohn."

Seite 431 // " Es ist bemerkenswert, wie sich Ereignisse und Wahrheiten umformen lassen wie Wachs, das zu lange in der Sonne gelegen hat. So etwas wie eine Tatsache gibt es nicht. Nur die Sichtweise auf die Tatsache im jeweiligen Augenblick. Wie man diese kommuniziert hat. Wie das Gehirn diese Tatsache verarbeitet hat. Der Geschichtenerzähler und die Geschichte sind unlösbar miteinander verbunden."

(Bild- und Zitatrechte: Penguin Verlag)
 
 
Im Freibad von Libby Page
Seite 117 // "Es ist so schwer, irgendetwas zu bemerken, wenn man immer zu Boden blickt."
 
Seite 203 // "Liebe ist Liebe", antwortet Rosemary. "Genauso wie ein Baum ein Baum ist. Er kann ein Schössling sein oder eine hundertjährige Eiche, aber er hat trotzdem Wurzeln und ein Leben und ist in den Jahreszeiten ausgeliefert."

Seite 252 // "So sieht es aus, wenn ein Mensch zusammenbricht. Man denkt immer, dass Haut und Knochen einen Menschen hinreichend stützen, aber wenn ein Mensch zusammenbricht, sieht man, dass wir nicht stark genug gebaut sind. Ein Mensch zu sein kann bedeuten, dass man ein Spinnennetz im Sturm ist."

Seite 280 // "Wir haben unser Bestes gegeben", fährt Rosemary fort. "Und das weiß ich sehr zu schätzen. Aber manchmal ist unser Bestes nicht gut genug."

(Bild- und Zitatrechte: Ullstein Buchverlage)


24 gute Taten von Jenny Fagerlund
Seite 143 // "Sie wussten nichts von der Dunkelheit, die seit zwei Jahren in ihr gärte und wie eine graue Regenwolke immer größer wurde. Sie sahen nur ihr freundliches Lächeln. Aber wie viele Menschen lächelten, obwohl es ihnen in Wirklichkeit gar nicht gut ging?"

Seite 145 // "Früher hätte sie diesen Ort auch gemieden. Aber jetzt hatte sie keine Angst mehr. Das Gefühlt löste sich auf, wenn man den Tod nicht mehr fürchtete. Dann hatte man keine Probleme mehr damit, morgens in tiefster Dunkelheit spazieren zu gehen."

Seite 301 // "Es gibt Dinge, die wir gerne ungeschehen machen wollen. Aber so ist das Leben. Wir haben es nicht in der Hand. Denk an alle die Unfälle, die täglich passieren, weil jemand Auto fährt und gleichzeitig am Handy ist oder seinen Fahrradhelm zu Hause vergessen hat oder es furchtbar eilig hat und nicht auf die Straße schaut."

Seite 315 // "Was sollte ich denn tun? Das Leben ist nicht immer einfach. Es kann mal hell und mal dunkel sein und manchmal richtig schwarz. Aber so ist es nun einmal."

(Bild- und Zitatrechte: Dumont Buchverlag)

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