Montag, 4. Juni 2012

[Buchzitate] .. Mai 2012 ..

Meine gesammelten Lieblingszitate aus meinen gelesenen Büchern im Mai 2012:

Raum von Emma Donoghue
Seite 69 // "Ma..?" "Ja..?" "Wo sind wir, wenn wir schlafen?" Ich kann sie gähnen hören.. "Na, hier." "Aber die Träume." Ich warte. "Sind die Fernseher?" Sie antwortet immer noch nicht.. "Gehen wir zum träumen in Fernseher..?" "Nein. Wir sind immer nur hier." Ihre Stimme hört sich an, als wäre sie ganz weit weg" ..

(Zitat- und Bildrechte: Piper Verlag)
Der Fluch von Scarborough Fair von Nancy Werlin
Seite 176 // "Manchmal konnte es ein Segen sein, sich etwas vorzumachen" ..

Seite 180 // "Die Information ist unser Freund.. Wissen verbessert alle Chancen" ..

Seite 231 // "War das wahre Liebe, wenn man jemanden am liebsten ohrfeigen und gleichzeitig leidenschaftlich küssen wollte?" ..

Seite 259 // "Es ist absolut okay, wenn du einiges für dich behalten willst.. Ich hab darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass eine gute Freundin alles versteht, auch wenn sie nichts versteht" ..

(Zitat- und Bildrechte: cbt Verlag)

Elfenblick von Kartin Lankers
Seite 127 // "Liebe und Logik sind wie Sonne und Mond.. Wenn das eine Gestirn aufgeht, geht das andere unter" ..

Seite 134 // "Träume dir dein Leben schön und mach aus diesen Träumen eine Realität" ..

Seite 176 // "Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe" ..

(Zitat- und Bildrechte: arsEdition Verlag)

Nathalie küsst von David Foenkinos
Seite 38 // "Das Alleinsein war eine Erleichterung.. Andere hätten in diesem Moment die Einsamkeit nicht ertragen.. Nathalie hatte sich danach gesehnt.. Und dennoch setzte sie so der Entsetzlichkeit der Situation die Krone auf.. Sie ging ins Wohnzimmer, wo sie alles unverändert vorfand.. Genau wie zuvor.. Nichts hatte sich bewegt.. Die Decke lag noch immer auf dem Sofa.. Die Teekanne stand auf dem kleinen Tischchen davor, darauf lag das Buch, das sie gelesen hatte.. Am meisten traf sie der Anblick des Lesezeichens, das das Buch gleichsam in zwei Teile spaltete.. Den ersten Teil hatte sie gelesen, als Francois noch am Leben war.. Und auf Seite 321 war er gestorben.. Was sollte sie jetzt tun..? Kann man eine Lektüre, die durch den Tod des Ehemannes unterbrochen wurde, forsetzen?" ..

Seite 44 // "Woher weiß man, wie man nach einer solchen Tragödie weiterlebt..? Es gibt keine Patentrezepte.. Ein jeder versucht, die Signale zu entziffern, die ihm sein Körper sendet.. Nathalie stillte ihr Bedürfnis, weinend am Straßenrand zu stehen und in ihren Tränen unterzugehen" ..

Seite 63 // "Man konnte wirklich an den Punkt kommen, sich zu fragen, ob er sich nicht absichtlich umgebracht hatte, um ihre Liebe für die Ewigkeit zu bewahren.. Manche Leute meinen ja, eine Leidenschaft müsste ein tragisches Ende haben" ..

Seite 89 // "Die Kunst zu lieben..? Sie besteht darin, mit dem Temperament eines Vampirs die Diskretion einer Anemone zu vereinen" ..

Seite 93 // "Unsere innere Uhr tickt nicht nach den Regeln der Vernunft.. Es ist genau wie beim Liebeskummer: Man weiß nicht, wann man wieder auf die Beine kommen wird.. In den Augenblicken des schlimmsten Schmerzes glaubt man, man werde für immer eine klaffende Wunde mit sich herumtragen.. Und dann, eines Morgens, wundert man sich, dass die schreckliche Last, die man auf sich getragen hat, weg ist.. Vollkommen überrascht stellt man fest, dass die Beklommenheit gewichen ist.. Wieso gerade jetzt? Warum nicht später oder schon früher? Der Körper fällt eine willkürliche Entscheidung" ..

Seite 121 // "Wie konnte man süß träumen, wenn man gerade erst aus einem Traum erwacht war?" ..

Seite 138 // "Nur dumm, das er davon gelaufen war.. Doch nur wer Jahre in vollkommener Ödnis gelebt hat, kann verstehen, wie erschreckend es sein kann, wenn sich plötzlich eine Möglichkeit auftut" ..

"Es ist eine legitime Frage, ob es den Zufall überhaupt gibt.. Vielleicht halten sich die Menschen, denen wir begegnen, ja ständig in unserem Dunstkreis auf, weil sie immer hoffen, uns zu treffen? Wenn man mal darüber nachtdenkt: Stimmt, sie sind oft ganz außer Atem" ..

Seite 209 // "Die Angst, Nathalie zu verlieren, hatte seinen Verstand benebelt.. Diese Angst war seine Schwäche, und diese Schwäche machte gleichzeitig seinen Charme aus.. Wenn man so die Schwächen aneinanderreiht, gelangt man irgendwann zu einer Stärke" ..

Seite 233 // "Nur Kerzen wissen, wie es ist, mit dem Tode zu ringen" ..

(Zitat- und Bildrechte: C.H. Beck Verlag)

Eine Tat wie diese von Amy Efaw
Seite 127 // "Vorher war es einfach gewesen zu reden, ihm vom Fußball zu erzählen und welche Musik sie mag, auf welchen Konzerten sie gewesen ist und welche Filme sie gesehen hat.. Es war leicht gewesen, über seine Witze zu lachen und an den richtigen Stellen zu nicken und zu lächeln, als er ihr von Denver erzählte, wo er mit seiner Mutter lebt, und von den Sommern in Tacoma bei seinem Vater, und vom Baseball.. Doch jetzt, in der dunklen Stille am Point Defiance, wo das Land ein wenig in die Bucht hinausragt, weiß sie nicht, was sie sagen soll.. Es ist eine jener unbehaglichen Situationen, in denen zwei Menschen nebeneinander hergehen, ohne sich zu berühren.. Eine Situation, in der Schweigen Verlegenheit hervorruft.. Sie versuchen die Signale des anderen zu lesen, herauszufinden, was der andere denkt und fühlt.. Sie spüren die Spannung und die Schmetterlinge im Bauch, das Verlangen, dass etwas geschieht, doch die Angst, das Falsche zu tun, hält sie zurück" ..

(Zitat- und Bildrechte: Carlsen Verlag)


Starters von Lissa Price
Seite 175 // "Callie" .. Seine Blicke wanderten über mein Gesicht, musterten forschend meine Wangen, meine Augen, meine Lippen.. "Ich kann es nicht erklären, aber irgendwie habe ich in deiner Nähe das Gefühl einer ganz engen Verbundenheit" .. "Mir geht es nicht anders" .. "Warum ist das so..?", fragte er.. Ich wusste es nicht.. Das Gefühl war einfach da.. "Es gibt wohl nicht für alles einen Grund" .. "Du meinst, es ist einfach so..?" .. "Es ist einfach so" .. Mein Herz schlug so heftig, dass er es würde hören können.. Er hielt mein Gesicht mit der freien Hand.. "Du bist etwas ganz Besonderes für mich", sagte er.. Dann beugte er sich vor und küsste mich auf den Mund.. Schüchtern.. Sanft.. Dann löste er sich von mir.. Sein Lächeln erinnerte an einen Jungen, der gerade auf dem Jahrmarkt einen Goldfisch gewonnen hatte" ..

(Zitat- und Bildrechte: ivi Verlag)

Die Worte der weissen Königin von Antonia Michaelis
Seite 8 // "Was konnte schrecklicher sein als ein aufgegebenes Leben mit einem gefrorenen Herzen?" ..

Seite 56 // "Als gäbe es irgendwo eine höhere Gerechtigkeit - jedes Mal, wenn etwas Schlimmes passierte, passierte auch wieder etwas Gutes" ..

Seite 61 // "Bitte, zähme mich, sagte der Fuchs.. Man kennt nur die Dinge, die man zähmt, sagte der Fuchs.. Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen.. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften.. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr.. Ach, sagte der Fuchs, ich werde weinen.. Das ist deine Schuld, sagte der kleine Prinz, ich wünschte dir nichts Übles, aber du wolltest, dass ich dich zähme.. Gewiss, sagte der Fuchs" ..

Seite 85 // "Mit dem Essen ist es wie mit dem Schlaf.. Im Haus des schwarzen Königs hast du die Angst mitgegessen.. Die Angst schmeckt bitter" ..

Seite 86 // "Gut, dass es dunkel wird.. Man sieht sonst so viel.. Man wird so wütend.. Ich bin den ganzen Tag wütend, weißt du.. Nur wenn es dunkel wird, geht die Wut ein wenig zurück.. Sie schmeckt auch bitter, wie die Angst" ..

Seite 87 // "Das Schreien hilft, damit sich die Seele nicht entzündet.. Schreien ist besser als ducken.. Eines Tages lernst du es.. Eines Tages lernst du die Wut" ..

Seite 99 // "Der Sohn des Mannes stand noch iimmer bei den Postkarten und lauschte der Musik aus seinen Ohrstöpseln.. Ich wollte sie aus seinen Ohren reißen.. Ich wollte ihn anschreien.. Es gibt Leute, die haben keinen MP3-Player!, wollte ich schreien.. Es gibt Leute, die sind so alt wie du und wühlen im Kompost und wachen morgens auf, weil sie vor Kälte nicht mehr schlafen können! Aber dann dachte ich plötzlich an Rikikikri.. An den weichen Flaum seiner Halsfedern unter meiner Hand.. Und an die Sterne in den Ästen über unserem verglimmenden Feuer.. Da tat der andere Junge mir leid.. Er hatte keinen Seeadler zum Freund, und keine Schwester, die Wunden heilen und mit den Adlern fliegen konnte.. Er hatte gar nichts, und ich hatte alles!" ..

Seite 118 // "Ich war Lion, der Junge, der zu wenig Löwe in sich hatte und zu viel Seeadler" ..

Seite 120 // "Was soll man mit Erinnerungen an jemanden, der einen verlassen hat? Solche Erinnerungen tun nur weh.. - Das macht nichts, sagte ich.. Solange man Erinnerungen hat!" ..

Seite 131 // "Am liebsten hätte ich einfach die Augen geschlossen und mich fallen gelassen.. Wenn meine einzigen Freunde sich gegen mich wandten, war es dann nicht egal, ob ich fiel?" ..

Seite 186 // "Danke, flüsterte sie.. Danke Lion.. Ich habe noch nie vorher ein Geschenk bekommen.. Ich begreife den Sinn von Geburtstagen nicht ganz, aber sie sind schön.. Na, man feiert, weil man sich freut, am Leben zu sein, sagte ich und drückte ihre Hand.. Aber wenn man das nicht wäre, sagte Olin leise, hätte man eine Menge Probleme weniger, oder?" ..

(Zitat- und Bildrechte: Oetinger Verlag)

Hannes von Rita Falk
Seite 136 // "Die Frau Stemmerle hatte am Sonntag den schönsten Tag seit über zehn Jahren.. Danach ist sie gestorben.. Ich würde Gott schon heute danken, wenn ich auch einmal so gehen darf" ..

Seite 197 // "Jetzt sitz ich auf der Fensterbank und schreibe diese Zeilen.. Ich schau in die alte Kastanie, auf ihren Ästen liegt Schnee.. Sie hat alles gesehen von unserer Zeit hier, Hannes.. Hat im Frühjahr rot geblüht und hat uns im Sommer Schatten gespendet.. Hat im Herbst ihr Laub verloren und war danach kahl, zeigte nur das Wesentliche.. Letzt liegt Schnee auf ihr und sie kann uns nicht mehr sehen.. Will uns nicht mehr sehen.. Verbirgt sich unterm Schnee, um sich den Anblick zu ersparen.. Willst du gehen und bleibst nur, weil ich dich nicht lasse? Ich nehm das Foto vom ersten Schultag aus der Hosentasche.. Wir grinsen beide in die Kamera.. Arm in Arm.. Der Riss geht genau durch die Mitte des Bildes und ist mit Tesa geklebt"..

(Zitat- und Bildrechte: dtv Verlag)


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