Montag, 14. September 2015

Rezension: Idiotensicher von Dirk Pope

© Hanser Literaturverlage
Inhaltsangabe:
Moki, Joss und Basti sind Freunde, Kumpels, sie kennen sich seit einer halben Ewigkeit. Moki ist ein Freak und anders als die anderen. Er ist stets voller abgedrehter Ideen und unnahbar für seine Kumpels. Nicht einfach, mit ihm befreundet zu sein - zumal diese Freundschaft bedeutet, verdammt nah am Abgrund zu stehen.  Als Moki ein wertvolles Haschischpaket findet, bestimmt natürlich er, was damit zu tun ist. Wäre doch gelacht, wenn den ursprünglichen Besitzern das Dope nicht einiges wert wäre. Kaum haben sie es geschafft, den Kontakt zur Dealerbande herzustellen, gerät das Ganze auch schon außer Kontrolle. Und statt das Zeug für viel Geld zu verticken, sind sich Joss und Basti bald nicht mehr sicher, ob sie Moki je wirklich gekannt haben. Was hält diese Freundschaft aus, wenn es plötzlich um wahnsinnig viel Geld geht, eine brutale Dealerbande aufkreuzt und die drei Jungs sich ausgerechnet von der 16-jährigen Elin sagen lassen müssen, wo es langgeht? Eine nervenaufreibende, lebensgefährliche Zerreißprobe beginnt.

Meine persönliche Meinung:
Ein Klappentext, der mich sofort neugierig gemacht hat. Ein Autor der für mich eher unbekannt und nichtssagend ist. Idiotensicher ist mir trotzdem nicht mehr aus dem Kopf gegangen und durfte somit in mein Regal einziehen. Ein dünnes Büchlein mit ca. 190 Seiten, die mich jedoch leider nicht so überzeugt haben.

Wir lernen die Clique, bestehend aus Moki, Joss und Basti, kennen. Kumpels die sich schon lange kennen, das dachten sie zumindest. Unterschiedlicher könnten die drei nicht sein. Während Moki das Sagen in der Runde hat und sich mit seinem Cowboyhut ziemlich selbstsicher präsentiert, sind Basti und Joss die, die zu ihm aufschauen und ganz normale Jungs sind. 

An den Schreibstil musste ich mich anfangs erst gewöhnen. Kurze Kapitel, in denen wir abwechselnd aus der Sicht von einen der Jungs, die Geschichte zu lesen bekommen. Die Kapitel von Basti mochte ich am wenigstens. Hier bekommt der Leser nur wenige Sätze zu lesen. Eher Wörter und abgehacktes, die meinen Lesefluss immer wieder gestört haben. Ich kam in seine Kapitel nur sehr schwer rein und war meistens froh, dass sie nicht lange und somit schnell gelesen waren.

Dirk Pope thematisiert in Idiotensicher Freundschaften, die einzustürzen drohen oder sogar wegen verschiedenen Vorkommnissen daran zerbrechen. Wenn man mit Moki befreundet ist, kann dies sehr schnell passieren. Die Geschichte lässt sich mit Mark Twains Klassiker Die Abenteuer des Tom Sawyer vergleichen. Zahlreiche Parallelen gibt es hier zu finden. Der Autor übersetzt diesen alten aber sehr guten Klassiker von Mark Twain sozusagen in die Gegenwart. Mich konnte er damit nur minimal überzeugen.

Elin war mir in diesem Buch irgendwie die sympathischste. Mit all den anderen Protagonisten konnte ich nicht wirklich eine Beziehung aufbauen. Irgendwie kam bei mir nicht ein einziges mal eine Gefühlsregung auf. Die Geschichte prallte einfach nur von mir ab. Schade eigentlich, da mich die Thematik interessiert und ich nicht gedacht hätte, dass ich mich von dieser Geschichte einfach nur berieseln lassen werde.

Ich kenne einige Leser, die fanden dieses Buch ganz großartig. Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden und auch meine eher negative Rezension, sollte hier keinen Leser davon abhalten, dieses Buch zu lesen. Ich persönlich konnte halt nicht viel mit Idiotensicher anfangen. Aber vielleicht sieht das bei dir wieder ganz anders aus.


  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (2. Februar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446247440
  • ISBN-13: 978-3446247444
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Preis: 14,90€ (D) - 15,40€ (A) 
http://www.rupertusbuch.at/list/978-3446247444
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